Abstract

Der Aufsatz verfolgt die These, daß es um 1700 in der Rhetorikgeschichte einen Bruch gab, bei dem die traditionelle Konzeption der Rhetorik als einer ars durch die einer AffektRhetorik abgelöst wird. Die Argumentation geht dabei zurück auf Quintilians Vorstellung einer artificiosa eloquentia. Gezeigt wird, wie dieses ars-zentrierte Konzept von Rhetorik in der Frühaufklärung in eine Natur-Rhetorik überführt wird, die auf die Produktivkraft des Affekts jenseits rhetorischer Traditionen setzt. Im Ergebnis wird die Gültigkeit der antiken Theorie nachhaltig beschnitten.

Journal
Rhetorica
Published
2006-09-01
DOI
10.1353/rht.2006.0000
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