Abstract

110 RHETORICA Peacham mentions the figure of amplification under "Order," a figure of sentence, and as a category in its own right under "Amplification," that minor difference does not explain changes in uses of amplification over time. References to theories of language can also at times confuse when they are meant to explain. These references complicate a reader's efforts to follow the argument by introducing theoretical distinctions and explanations at odds with the material and with treatises on rhetoric. For example, recourse in a brief space to such varied theories as those of Baudrillard, Nietzsche, Eric Cheyfitz, Plato, Freud, and Umberto Eco threaten to disrupt the line of argument. The definition of figurative speech as "using language to do more than name" (p. 10) also casts a very wide net. A sharper focus on the main subject of the argument would have produced a clearer explanation for its claims. But Spence's book has much to say and show about how figurative and poetic language discover possibilities that enable, though they can also injure, the "potential" of a culture (p. 10). She gives a telling account of how language use and reuse discloses the changing priorities of a culture, and she makes a strong case for the adaptability of rhetoric to its particular circumstances. Wendy Olmsted The University of Chicago Joachim Knape (Hg.), Bildrhetorik (Saecula Spiritalia 45), BadenBaden : Valentin Koerner, 2007. 496 S., Abb., Diagramme. ISBN 387320 -445-2; Joachim Knape (Hg.), Medienrhetorik, Tübingen: At­ tempt, 2005. 262 S., Abb. ISBN 3-89308-370-7; Wolfgang Bras­ sât (Hg.), Bild-Rhetorik (Rhetorik. Ein internationales Jahrbuch 24), Tübingen: Max Niemeyer, 2005. XI, 168 S. ISBN 3-484-60475-1. Wenn hier der gewichtige Band Bildrhetorik, erschienen 2007, an den Anfang einer Rezension gestellt wird und nicht der ordo naturalis der Erscheinungschronologie eingehalten wird, so ist dafür ein Grund anzugeben: Der zuerst zu besprechende Band geht auf eine bereits im Jahr 2002 veranstaltete Tagung zurück. Er enthàlt eine Einleitung des Herausgebers (S. 9-34), die nicht nur als "starke" Lektüre des eingeleiteten Bandes dienen kann, sondern das Thema "Bildrhetorik/Medienrhetorik" insgesamt luzide exponiert. Ihre Grundlinien geben eine definitorische Abgrenzung des vom gleichen Herausgeber betreuten Bandes Medienrhetorik, aber auch—implizit—des hier mit angezeigten Themenhefts der Zeitschrift Rhetorik ab. Gleichwohl aber, und dies muss der Rez. zur Rechtfertigung auch des eigenen Geschafts festhalten , kann sich eine Rezension nicht auf diese Einleitung beschrànken. Zu referieren ist selbstverstàndlich auch das reiche Angebot an einschlàgigen Beitràgen in den angezeigten Bânden. Sie reflektieren eine über 2000-iahrDe Reviews 111 Tradition des Bildproblems im Kontext einer Theorie der "Rede." Es hat im Medienumbruch von den "audiovisuellen" zu den "digitalen" Medien, zu einer neuen Hypermedialitat" einen besonderen Stellenwert gewonnen. 1st Rede Handeln mit Worten, so ist das "Bild" in der Rede stets ein Problem dieses Mediums gewesen: Soli der Rhetor "demonstrieren," "Bilder zeigen," oder soil er sie nicht vielmehr, um der besonderen Wirksamkeit seiner Worte willen, in der Vorstellung seines Horers entstehen lassen? "Bilder" im rhetorischen Sinn sind "virtuell." Sie sind, als "Figuren," als "Evidenzen," als Hypotyposen ' die wirksamsten Mittel rhetorischer Kunst, deren sich auch die "graphischen" Medien als Transformationen der Rhetorik und des Thea­ ters umfassend bedient haben. Das Buch, der Kinematograph und auch die "Neuen Medien" haben sie ebenso genutzt wie die Bildkiinste selber, auch die Tafelmalerei und die Plastik, auch die moderne Medienkunst mit ihren gesetzten Themen und "Erzahlungen," ihren "Titeln." Verstandlich, dass die grofie Geschichte des Bildes in den Medien seit der Antike in den hier vorzustellenden Bànden immer wieder in Variationen und in unterschiedlicher begrifflicher Fassung angesprochen wird. Hier wird die rhetorische Theorie zur kulturellen Praxis. Ergànzend kann hier auch auf den soeben erschienenen Band Rhetorik als kulturelle Praxis, herausgegeben von Renate Lachmann, Riccardo Nicolosi und Susanne Stratiing, erschienen in der Reihe "Figuren" (2008), verwiesen werden. Der Titel dieser Reihe zielte ohnehin auf das Grundkonzept rhetorischer Bildlichkeit. Dieser "Bildrhetorik" und ihrer unscharfen Begrifflichkeit, die allenfalls an Topiken gemahnt, wendet sich Joachim Knape in seiner Einleitung kritisch zu. Zu Recht betont er: Eine "wissenschaftliche Bildrhetorik" stehe letzilich "vom Ansatz her quer zu Bildwissenschaft" (qua Erforschung eines semiotischen Phanomens unter anderen...

Journal
Rhetorica
Published
2010-01-01
DOI
10.1353/rht.2010.0030
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